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Pressebericht

Pressebericht vom 02.11.2005

Advent, Advent, die Lichterkette brennt
Auf GS-Prüfsiegel achten / Beschädigte und schlecht isolierte Kabel können Stromschlag auslösen / Defekte Glühbirnen austauschen



Köln. Funkelnde Rentiere, grün-blau-rot blinkende Sterne oder leuchtende Kunststoffschläuche: In der Vorweihnachtszeit glitzern draußen und drinnen wieder Lichterketten in allen Farben und Formen. „Doch die kleinen Lämpchen bergen auch Gefahren“, sagt Peter Krakau von der TÜV Rheinland Group. Der Experte erklärt wie Verbraucher Wohnung, Haus und Garten festlich schmücken und dabei potenzielle Risiken minimieren.

Nicht nur Kerzen, auch Lichterketten können Tannengestecke und selbst den Weihnachtsbaum in Brand setzen. Daher die Glühbirnen nicht zu nah an leicht brennbare Gegenstände wie Strohsterne oder Papierdekoration klemmen. Denn fallen mehrere Glühbirnen aus, erhitzen sich die restlichen teils so stark, dass sie trockene Zweige oder Papier in Brand setzen. Die Lämpchen sollte man deshalb regelmäßig kontrollieren und defekte Birnen austauschen – jedoch nur gegen Ersatzbirnen der zugelassenen Wattstärke. Stärkere ziehen zu viel Energie, so dass sich die dünnen Stromkabel überhitzen und möglicher Weise Schwelbrände auslösen. Ist es nicht möglich die Birnen auszutauschen, die gesamte Kette ausmustern. Auch beschädigte Kabel nicht flicken oder abkleben. Insbesondere bei Billigprodukten sind die dünnen Drähte für die Stromzufuhr kaum isoliert. Ohne Transformator fließt der Strom aus der Steckdose „eins zu eins“ durch diese Drähte. „Dabei sind die Isolierungen empfindlich, durch ständiges Herausreißen aus der Steckdose oder häufiges Knicken nehmen sie schnell Schaden. Verbraucher die dann die frei liegenden elektrischen Leitungen anfassen, können unter Umständen einen tödlichen Stromschlag erleiden“, so Peter Krakau.

Wer auf Nummer sicher geht, achtet beim Kauf von Weihnachtsschmuck und Christbaumbeleuchtung auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Dieses Zeichen erhalten Produkte von unabhängigen Prüfinstituten wie der TÜV Rheinland Group, wenn die Produkte unter anderem Spannungs- und Isolationstests standhalten. Indizien für Qualität sind außerdem eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache und eine deutlich auf der Verpackung angebrachte Herstelleradresse.

Vorsicht ist geboten bei Lichterketten mit Figuren wie Schneemännern, Engeln oder Tieren, die Kinder besonders ansprechen. „Wenn Kinder an den Leitungen zerren, entsteht leicht ein Kurzschluss. Das kann bei 230 Volt gefährlich werden“, sagt Peter Krakau. Daher Lichterketten außerhalb der Reichweite von Kindern aufhängen und über einen Sicherheitstransformator leiten, der die Spannung auf höchstens 50 Volt reduziert. Diese Transformatoren sind auch für draußen notwendig. Wer Bäume oder Sträucher im Vorgarten oder auf dem Balkon festlich beleuchten will, sollte Lichter mit dem Kürzel IP 44 oder einem Wassertropfen im Dreieck verwenden. Das signalisiert gefahrlosen Außenbetrieb. Damit die Weihnachtsstimmung ungetrübt bleibt: nur vor Spritzwasser geschützte Verlängerungskabel benutzen und an Steckdosen mit Fehlerstromschutzschalter anschließen.



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