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Pressebericht

Pressebericht der Wormser Zeitung vom 04.06.2005

Spätere Entwicklung einplanen


				Für jeden Raum und jedes Großgerät wie Herd oder Waschmaschine ein eigener Stromkreis: Der Sicherheit zuliebe sollten Bauherren bei den 
				Elektroinstallationen nicht sparen

Für jeden Raum und jedes Großgerät wie Herd oder Waschmaschine ein eigener Stromkreis: Der Sicherheit zuliebe sollten Bauherren bei den Elektroinstallationen nicht sparen.

Bauherren sollten nicht an Steckdosen und Antennenanschlüssen sparen

Ohne Strom, Wasser und Heizung zu leben - dieser Gedanke ist heute so abwegig, dass sich viele Bauherren nur am Rande mit dem Verlegen der nötigen Rohre und Leitungen beschäftigen. Viel interessanter als das, was sich hinter den Wänden abspielt, erscheinen die Farben der Fliesen und der Wände. Dabei hat die Hausinstallation entscheidenden Einfluss auf den Komfort und die Sicherheit im Haus. Eine vorausschauende Planung erspart Dreck und Mehrkosten, falls später änderungen anfallen. "Die Elektroinstallation im Neubau muss gut durchdacht sein", sagt Klaus Jung vom Fachverband für Energie-Marketing und -Anwendung. Denn auch in Zukunft werden immer wieder neuartige Geräte mit moderner Technik auf den Markt kommen. Die Elektroinstallation sollte deshalb so zugeschnitten sein, dass sie nicht nur für die heute benötigten Geräte ausreicht. Die Zahl der Stromverbraucher in der Küche wird mit neuen Entwicklungen wie Dampfgarern immer größer.

"Voraussetzung für eine komfortable Versorgung mit Strom sind ausreichend Steckdosen und Schaltstellen", betont Jung. Häufig werde aber sogar bei Neubauten an Steckdosen gespart. Selbst die in der Industrienorm 18015 festgelegten Mindestanforderung werde manchmal von Bauträgern unterschritten, um ein paar Euro zu sparen.

"In einem Einfamilienhaus sollten jeder Raum und jedes Großgerät wie Herd und Waschmaschine mit einem eigenen Stromkreis abgesichert werden", rät der Experte. Außerdem empfiehlt er für alle Räume einen Antennen- und Telefonanschluss. Aus dem Kinderzimmer kann so später ein Hobbyraum oder auch das Arbeitszimmer werden.

"Bei der Planung sollte wegen möglicher Gefahren durch Elektrosmog darauf geachtet werden, dass keine Hauptleitungen oder Steigleitungsstränge in Wänden von Schlaf-und Kinderzimmern verlaufen", rät Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München.

Zentralheizungen werden in den meisten Fällen mit Warmwasser betrieben. Dieses fließt vom Heizkessel zu den Heizkörpern oder durch Rohre im Fußboden und dann zurück zum Kessel. "Bei Radiatorenheizungen bestehen die Verbindungsleitungen in der Regel aus Mehrschichtverbundrohren und Kupfer", erläutert Joachim Plate vom Bundesverband Flächenheizung. Bei Fußbodenheizungen könnten die Rohre aus Kupfer, Mehrschichtverbundrohren oder Kunststoff sein. Die Entscheidung, welches Material Verwendung findet, sollte mit dem Heizungsbauer abgesprochen werden. Oft sind diese auf bestimmte Materialien spezialisiert.

Für Wasserrohre gibt es ebenfalls verschiedene Materialien. "Zugelassen sind unter anderem Kupfer, Edelstahl, Polypropylen und Polyethylen", sagt Franz-Josef Heinrich vom Zentralverband Gebäude-und Energietechnik. Anders als bei Heizungsrohren müssten beim Verlegen von Wasserrohren auch gesundheitliche und hygienische Aspekte beachtet werden. Nicht verwendet werden dürften einfache Kupferrohre für die Trinkwasserinstallation, wenn das Wasser einen niedrigen pH-Wert hat.

Für die Wasserqualität innerhalb des Hauses ist der Hausherr selbst zuständig. "Damit die Trinkwasserqualität gut bleibt und das Wasser nicht zu lange in den Leitungen steht, sollten die Rohrleitungen möglichst kurz sein", rät Heinrich. Aus den gleichen Gründen sollte die Leitungsanlage auch nicht überdimensioniert werden.

"Um Energie zu sparen, müssen Heizungsrohre und Warmwasserleitungen gedämmt werden", erklärt Heinrich. Sinnvoll ist es aber auch, die Kaltwasserrohre zu dämmen, da sich durch den Dämmmantel an heißen Tagen kein Schwitzwasser an den kalten Leitungen niederschlägt und zu Boden tropft. Zudem ist das kalte Wasser so isoliert gegen ein Erwärmen etwa durch nahe liegende Heizungsrohre.

Von Stephanie Hoenig



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