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Pressebericht Nibelungen Kurier vom 12.10.2015

Gallborn wieder problemlos erreichbar


Nach drei Jahren Bauzeit sind die beiden großen Kreuzungen an der B9 fertiggestellt / Eisbahnunterführung nächste Herausforderung



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Symbolisch erhielt Ulrike Knies vom Fachmarkt EltPoint Knies zum Abschluss der Baumaßnahmen von Michael Kissel (rechts) und Bernhard Koop ein Miniaturbagger überreicht. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch
Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 9 vom Wormser Norden bis zur Rheinbrücke ist eine Mammutaufgabe, die sich über rund zwei Jahrzehnte hinziehen wird. Die Kosten werden auf etwa 25 Millionen Euro geschätzt, wobei der Bund den Großteil der Ausgaben trägt. Die Stadt Worms muss in erster Linie für die Neugestaltung der Straßen aufkommen, die zur B9 führen.

20.000 Fahrzeuge

Der vierspurige Ausbau wurde notwendig, da die B9 in ihrer zweispurigen Form restlos überlastet war und täglich Staus und zähflüssiger Verkehr zu einem großen Ärgernis der Autofahrer wurde. So rollen täglich rund 20.000 Kraftfahrzeuge über die B9 in Worms. Als Vergleich, auf einer durchschnittlichen Bundesstraße in Rheinland-Pfalz bewegen sich täglich zwischen 8.000 und 10.000 Wagen.

2007 fiel der Startschuss

Den Anfang des Ausbaus machte im Jahr 2007 die Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Nibelungenring/Petrus-Dorn-Straße. Es folgte im Jahr 2011 der vierspurige Ausbau des 500 Meter langen Teilstücks von von der Kreuzung Petrus-Dorns-Straße bis zur Eisenbahnunterführung. Diese Maßnahme dauerte bis ins Jahr 2012.

Drei Jahre Bauzeit

Der bisher schwierigste Abschnitt war der vierspurige Ausbau der beiden großen Kreuzungen am Gallborn sowie am Fahrweg. Der Startschuss fiel hier im September 2012 und der Abschluss konnte vor wenigen Wochen gefeiert werden. Die Baumaßnahme wurde schrittweise durchgeführt. Von 2012 bis Februar 2014 wurde die Kreuzung am Fahrweg ausgebaut, ab dann war jener am Gallborn dran.

Dank an Firmen und Geschäfte

Am Montagnachmittag fand so etwas wie die Verkehrsfreigabe statt. Dabei bedankten sich Oberbürgermeister Michael Kissel und der Leiter des Landesbetriebes Mobilität, Bernhard Knoop, bei den Firmen und Geschäften am Gallborn, die fast drei Jahre lang Einschränkungen bei der Zufahrt zu ihren Märkten udn Läden hinnehmen mussten. Bernhard Knoop sagte an die Geschäftsleute gerichtet: „Wir haben viel von Ihnen verlangt. Aber es war eine Herkulesaufgabe. Jetzt sind wir froh, dass die Maßnahme erfolgreich abgeschlossne ist.“ Weiter erläuterte Bernhard Knoop, dass die dreijährige Bauphase in erster Linie mit dem Verlegen der Gas-, Wasser- und Stromleitungen zu tun hatte, die unter der B9 hindurch zu den Fabriken am Rhein gingen. Hier musste vieles in Handarbeit durch Fachkräfte erfolgen. Der eigentliche Straßenbau sei relativ zügig erfolgt.

Eisenbahnunterführung

Oberbürgermeister Michael Kissel nahm Stellung zum weiteren Ausbau der B9. Der nächste Abschnitt sei die Ausweitung von zwei- auf vier Spuren der Eisenbahnunterführung auf Höhe des McDonald Restaurants. Hier würden die Gespräche zwischen der Bahn und der Stadt Worms intensiv geführt. Es sei aber bereits eine prinzipielle Vereinbarung getroffen. Es gehe jetzt um das Zeitfenster und die Ingenieur-Planungen. Bis der erste Bagger anrolle, werde es aber noch dauern. Erschwert würden die Arbeiten, weil die Ausweitung auf vier Spuren bei laufendem Bahnbetrieb der Strecke von Worms nach Biblis bzw. Bensheim erfolgen müsse.

Der letzte Ausbauabschnitt der B9 sei dann der vierspurige Ausbau von der Kreuzung am Fahrweg bis zum Autobahnzubringer.

Äußerer Ring

Weitere wichtige Verkehrsbaumaßnahmen in Worms bilden nach Aussage von OB Kissel die Eisenbahnunterführung am Fahrweg von der B9 nach Herrnsheim sowie die B47 neu Südumgehung und die Krankenhaustangente. Mit dem Abschluss dieser Maßnahmen sei der Äußerer Ring um Worms komplett und die Bürger seien vom Durchgangsverkehr nachhaltig entlastet.