+49 6241 947700

Pressebericht Wormser Zeitung vom 12.10.2015

Kleiner Bagger für große Geduld während B9-Ausbau bei Worms


Landesbetrieb und Stadt bedanken sich bei Geschäftswelt und Autofahrern



Von Roland Keth

WORMS - Einen kleinen Bagger überreichte am Montag Bernhard Knoop, Leiter des Landesbetriebes Mobilität (LBM), an Ulrike Knies. Mit diesem Geschenk wollte sich der LBM-Chef bei der Geschäftsfrau, die die Interessen der am Gallborn angesiedelten Geschäfte als Sprecherin vertreten hatte, für die große Geduld bedanken. Immerhin dauerte die Generalsanierung der B9 und die vierspurige Aufweitung an den Kreuzungen am Fahrweg beziehungsweise vor Hornbach, Knies und Aral-Tankstelle volle drei Jahre.

kniesmitob121015500.jpg
Bernhard Knoop (l.), Leiter des Landesbetriebs Mobilität, und OB Michael Kissel dankten Ulrike Knies, stellvertretend für alle Geschäftsleute, für ihr Verständnis während der Bauarbeiten. Foto: pa/Schmitz.

"Eine Herkulesaufgabe“
„Der Umbau der Knotenpunkte war aber auch eine Herkulesaufgabe“, beteuerte Knoop, denn man habe nicht nur eine schlechte Bundesstraße wieder auf Vordermann gebracht, sondern bei weiter laufendem Verkehr gebaut und dabei die Betriebe nicht völlig abgehängt. Zudem sei es extrem schwierig gewesen, all die im Untergrund liegenden Leitungen für Wasser, Gas, Strom oder Telefon zu finden und zu ordnen. „Denn meistens lagen sie nicht dort, wo sie sich laut Plan befinden sollten“, erläuterte Knoop.

Wegen all dieser Probleme, aber auch wegen des harten Winters 2012/13, habe die Fahrweg-Baustelle statt zwölf Monate schließlich über eineinhalb Jahre bestanden. Am Gallborn lief es besser. „Da konnten wir den Zeitplan von 16 Monaten einhalten“, freute sich der LBM-Leiter, der den Baufirmen Thomas und Gärtner bescheinigte, einen guten Job gemacht zu haben.

Ausbau in Abschnitten

Man baue die B9 abschnittweise vierstreifig aus, um durch vereinfachte Genehmigungsverfahren schneller voranzukommen, als wenn man ein langwieriges Planfeststellungsverfahren für die gesamte B9 hätte anschieben müssen, begründete OB Michael Kissel die mit dem LBM abgestimmte Verfahrensweise. Auch er bedankte sich bei Geschäftswelt, LBM und Verkehrsteilnehmern.

Der Ausbau der täglich von bis zu 26.000 Autos befahrenen Bundesstraße habe herausragende Bedeutung, urteilte Kissel. Man strebe nun in Zusammenarbeit mit der Bahn die vierspurige Aufweitung der Bahnunterführung bei McDonald’s an, dann folge der vierstreifige Ausbau der B9 bis zum Autobahnzubringer bei Rheindürkheim.

"Verkehrstechnisch gerüstet für die kommenden Jahrzehnte“

Demnächst versuche man in Gesprächen, ebenfalls mit der Bahn, die geplante Unterführung der Bahnlinie am Fahrweg voranzubringen. „Und wenn wir dann noch den Lückenschluss der B47-Südumgehung realisiert, die Planfeststellung für den Äußeren Ring zwischen Leiselheim und Pfiffligheim geschafft und noch einige Innenstadtstraßen saniert haben, dann ist Worms verkehrstechnisch gerüstet für die kommenden Jahrzehnte“, blickte der OB voraus.

Ulrike Knies berichtete, dass nicht alles reibungslos über die Bühne gegangen sei. „Da standen schon auch mal Schilder falsch. Aber im Großen und Ganzen“, lobte die Geschäftsfrau, „hat die Zusammenarbeit gut funktioniert“. Ob sie den von Knoop überreichten Bagger als nette Erinnerung an einen exponierten Platz stellen wird, ließ sie allerdings offen.