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Pressebericht Worms Publik vom 14.10.2006

Ulrike Knies bei Podiumsdiskussion der SPD: Neue Chancen und Wege für Ausbildungssuchende


SPD im Dialog: "Der Jugend eine Zukunft / Tag der Chancengarantie" am 26. Oktober





Die Podiumsteilnehmer der Veranstaltung "SPD im Dialog" zum Thema Ausbildung. Foto: privat

Zu einem Dialogforum mit dem Titel "Der Jugend eine Zukunft" hatte die Wormser SPD eingeladen. Innerhalb der Diskussion, zu der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Schule eingeladen waren, sollte die Ausbildungssituation in Worms dargestellt und neue Wege in die Berufswelt erörtert werden.

Ingrid Reske, Geschäftsführerin der BASF-Jobmarkt GmbH, stellte die Neuerungen vor, die innerhalb des Ausbildungsverbundes der BASF entwickelt wurden. So können nun Schüler Einblicke in die Berufe "Chemikant" und "Anlagenmechaniker" während eines Praktikums bei der BASF in den Sommerferien gewinnen.

Das Konzept des BASF Ausbildungsverbundes sieht vor, dass Azubis das notwendige Basiswissen von Ausbildern der BASF erlangen, jedoch ihr praktisches Wissen in den Betrieben vor Ort bekommen. Neben dieser Entlastung für die Ausbildungsbetriebe ist auch der finanzielle Aspekt für sie sehr attraktiv, denn die BASF übernimmt bis auf einen Beitrag in Höhe von 290,- € die gesamte Ausbildungsvergütung.

Daneben berichtete Richard Patzke, Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen, über eine weitere Maßnahme zur Vermittlung von Jugendlichen ohne Ausbildungsstelle und verwies auf die derzeit laufende Ausbildungslotsenaktion. Am 30. September werden die in der Statistik des Arbeitsamtes aufgenommenen Ausbildungssuchenden schriftlich zum "Tag der Chancengarantie" am 26. Oktober eingeladen. An diesem Tag sollen die Jugendlichen ein Angebot erhalten.

Horst Kramer, Leiter der Wormser Agentur für Arbeit meinte dazu, dass solche Initiativen von großer Notwendigkeit seien, da es in diesem Jahr wieder zu viele Ausbildungssuchende für zu wenige Stellen gibt. Er rät sich auf mehrere Berufe zu bewerben und nicht auf einen Berufswunsch festzulegen.

Positiv sprachen sich Bürgermeister Georg Büttler und Unternehmerin Ulrike Knies für Praktika aus, die neben dem Sammeln von Erfahrungen zur Senkung der Zahl der Ausbildungsabbrüche beitragen. Allerdings kritisiere Ulrike Knies die oftmals mangelhaften Bewerbungen.

Simone Gnädig, Schulleiterin der Diesterweg-Hauptschule, sah in den vorgestellten Programmen große Chancen für ihre Schüler einen nahtlosen Übergang zwischen Schul- und Berufsleben zu gewährleisten. Auch der in ihrer Schule mittels Landesprogramm wirkende Jobfux leiste eine sehr gute Arbeit. Erfreut zeigte sie sich über die Nachricht von MdL Jens Guth, der durch den Abend moderierte, dass der Bau der Mensa ihrer Schule von Landesseite mit 645.000 Euro bezuschusst wird. "Dies bietet neue Möglichkeiten zur Förderung der Schüler", so Gädig. "Wir als Wormser SPD werden an diesem Thema dranbleiben. Jeder Jugendliche in Worms sollte die Chance auf einen Ausbildungsplatz erhalten" so der stellv. Vorsitzende der Wormser SPD Jens Guth (MdL), in einer Pressemitteilung.