+49 6241 947700

Pressebericht Wormser Zeitung vom 22.09.2009

Opel-Rettung ist Politik für Mittelstand - Besuch bei "Knies"


Harald Christ besucht Firma Elektro-Knies


Von Claudia Wößner




Von links nach rechts: Stadtrat Uwe Franz, MdL Jens Guth, Jörg Knies, Harald Christ, MdB Klaus Hagemann, Ulrike Knies


Von links nach rechts: Harald Christ, Inhaber der Büromöbelgruppe Samas (Schärf Worms), Ulrike Knies, Stadtrat Uwe Franz, MdB Klaus Hagemann, Jörg Knies





Harald Christ, 37-jähriger Selfmade-Millionär mit Arbeiter-Parteibuch und im Steinmeier-Kompetenzteam für den Mittelstand zuständig, war auf Wahlkampftour in Worms. Die Mittelstands-Politik soll raus aus der "Anonymität" des Bundes-Wirtschaftsministeriums und direkt im Kanzleramt angesiedelt werden.

Für einen erfolgreichen Unternehmer wie Christ, der die SPD attraktiv machen soll für die Mittelstands-Klientel, ist ein Firmenbesuch schon fast ein Muss. Und so steht der Genosse in den Geschäftsräumen des Elektro-Fachmarktes "Elt Point Knies" im Gewerbegebiet am Gallborn. Mit dabei im Tross beim Rundgang sind natürlich Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann, Uwe Franz, der einzige weitere Kandidat aus dem Wahlkreis Worms für die SPD-Landesliste, und der Landtagsabgeordnete Jens Guth.

Worms ist für Christ nicht nur ein Stopp von vielen auf der "Ochsentour" an der Basis. Für den 37-Jährigen ist es ein richtiges Heimspiel. Christ ist in der Nibelungenstadt geboren, in Gimbsheim ist er aufgewachsen, bei den Stadtwerken Worms startete er als Azubi seine Karriere. In Bechtheim hat der Genosse obendrein ein eigenes Weingut gegründet.

Christ ist in der Region verwurzelt. Er kennt die Nöte der Betriebe hier in Worms. Vielleicht hört er deshalb so aufmerksam den beiden Geschäftsinhabern Ulrike und Jörg Knies zu. Dreimal in Folge, erzählt Senior-Chef Knies stolz, habe man beim "Kundenstar" der "Wormser Zeitung" den ersten Platz belegt. Auch bei dem bundesweiten Wettbewerb "Deutschlands Kundenchampions" habe man die Nase vorn gehabt. Es folgten die Besichtigungen der beiden Knies Firmen.

Knies will bei seinen Kunden mit Service punkten - und Christ beim Wahlvolk mit einem offenen Ohr. Man redet über die "Glühbirnen-Hamsterverkäufe" im Zuge des EU-Verbots und natürlich über Mittelstands-Förderung. Die viel zitierte Kreditklemme gebe es tatsächlich im Land, sagt Christ und nimmt die Sparkassen und Raiffeisenbanken explizit aus seiner Kritik heraus. Für Existenzgründer müssten jedenfalls viel mehr Mikrokredite zur Verfügung stehen. Auch beim Bürokratie-Abbau müsse mehr passieren. Und wie passt nun die Opel-Rettung zum Mittelstand? "Die Stabilisierung von Opel", erklärt Christ, "ist Mittelstands-Politik". Weil das Schicksal so vieler kleinerer Zulieferer-Betriebe in der Region mit der Zukunft des Autobauers verknüpft sei. Der 37-Jährige muss wissen, von was er spricht: Sein Vater hat selbst bei der Marke mit dem Blitz malocht.